Klimaanpassung auf dem SFZ-Gelände: Zukunft gestalten mit dem ZUG-Projekt
Hitzeperioden, Trockenheit und Starkregen stellen Städte, Unternehmen und soziale Einrichtungen zunehmend vor Herausforderungen. Mit Unterstützung einer Fördermaßnahme der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH setzt die SFZ-Gruppe deshalb ein umfassendes Klimaanpassungsprojekt auf ihrem Gelände an der Flemmingstraße um.
Klimaanpassung planen
Im Rahmen des Projekts wurde ein Sachverständigen- und Energieberaterbüro beauftragt, ein nachhaltiges Anpassungskonzept für das Quartier zu entwickeln. Ziel ist es, Maßnahmen für die einzelnen Gebäude und Freiflächen aufzuzeigen, die den Folgen des Klimawandels entgegenwirken. Im Fokus stehen dabei insbesondere der sommerliche Wärmeschutz sowie der Schutz vor Starkregen und Überflutungen.
Grundlage des Konzepts waren umfassende Bestandsaufnahmen der Gebäude, Grünflächen und technischen Anlagen. Dabei wurden auch der Feuerlöschteich und die historischen Brunnenanlagen untersucht. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der nachhaltigen Nutzung von Regen- und Grundwasser, beispielsweise für die Bewässerung von Grünflächen.
Erste Maßnahmen bereits umgesetzt
Seit 2025 wird das Klimaanpassungskonzept schrittweise umgesetzt. Nach Erhalt des Förderbescheids begann die Reaktivierung der historischen Brunnenanlagen auf dem Gelände. Die Brunnen wurden von der Fachfirma Bohrmaus gereinigt, instand gesetzt und mit einer nachgebildeten historischen Schwengelpumpe wieder in Betrieb genommen. Sie leisten künftig einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Grundwasser und zur Bewässerung von Grünflächen.
Die Wiederbelebung der historischen Anlagen stößt bereits auf Interesse über die SFZ-Gruppe hinaus: Auch ein auf dem Gelände ansässiges Unternehmen plant die Reaktivierung eigener historischer Brunnen.
Parallel dazu startete die Planung für die Dachbegrünung von Haus 69. Mit der Planung wurde das regionale Planungsbüro HTK beauftragt. Die Dachbegrünung soll künftig dazu beitragen, die sommerliche Erwärmung des Gebäudes zu reduzieren, Niederschlagswasser zurückzuhalten und die Biodiversität auf dem Gelände zu stärken.
Brunnen reaktiviert: Mehr Wasser für Grünflächen
Nachhaltige Bewässerung auf dem Gelände der SFZ-Gruppe
Ein wichtiger erster Schritt im Klimaanpassungsprojekt war die Wiederinbetriebnahme mehrerer Brunnen auf dem Gelände der SFZ-Gruppe. Bereits 2025 begann die Reaktivierung der vorhandenen Anlagen. Inzwischen konnten drei Brunnen erfolgreich wieder nutzbar gemacht werden.
Das gewonnene Wasser wird künftig für die Bewässerung von Grünflächen eingesetzt und unterstützt zudem den Garten- und Landschaftsbau bei der Pflege von Pflanzen und Außenanlagen. Dadurch kann wertvolles Trinkwasser eingespart und Wasser dort genutzt werden, wo es benötigt wird.
Besonders spannend: Historische Lagepläne aus dem Jahr 1958 belegen, dass sich auf dem Gelände weitere Brunnenstandorte befinden. Aktuell wird geprüft, welche dieser Anlagen ebenfalls wieder aktiviert werden können.
Das Projekt stößt auch über die SFZ-Gruppe hinaus auf Interesse. Ein weiteres auf der Flemmingstraße ansässiges Unternehmen prüft derzeit, ähnliche Maßnahmen umzusetzen und vorhandene Brunnenstandorte wieder nutzbar zu machen.
Mit der Reaktivierung der Brunnen stärkt die SFZ-Gruppe die nachhaltige Wasserbewirtschaftung auf dem Gelände und schafft eine wichtige Grundlage für den Umgang mit zukünftigen Trockenperioden.
Dachbegrünung für Haus 69 geplant
Mehr Grün über den Dächern
Ein weiterer Baustein des Klimaanpassungsprojekts ist die Begrünung des Dachs von Haus 69, der WERKSTATT für Menschen mit Behinderung. Mit der Maßnahme schafft die SFZ-Gruppe zusätzliche Grünflächen, die zur Klimaanpassung beitragen und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität auf dem Gelände verbessern.
Das Gründach soll künftig Regenwasser speichern, die Aufheizung des Gebäudes reduzieren und das Mikroklima im Umfeld positiv beeinflussen. Darüber hinaus entstehen neue Lebensräume für Pflanzen und Insekten, die die biologische Vielfalt auf dem Gelände stärken.
Nach Abschluss der Planungsphase und der Einholung von Angeboten fand am 29. Juni 2026 eine Begehung mit dem beauftragten Planungsbüro HTK sowie den beteiligten Gewerken statt. Dabei wurden die nächsten Schritte für die Umsetzung abgestimmt. Der Baubeginn ist für Juli 2026 vorgesehen.
Dachbegrünungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung in urbanen Räumen. Sie helfen dabei, Niederschläge zurückzuhalten, die Folgen von Starkregen zu mindern und die Umgebungstemperaturen an heißen Tagen zu senken. Mit der Begrünung von Haus 69 setzt die SFZ-Gruppe einen weiteren Baustein ihres Klimaanpassungskonzepts um und investiert in eine nachhaltige Entwicklung ihres Standorts.
Stand: 02.07.2026
August 2026: Arbeiten zur Dachbegrünung gestartet
Die Umsetzung der Dachbegrünung auf dem Haus 69 schreitet planmäßig voran. Nach dem Aufbau des Gerüsts konnte die Firma Wagner mit den vorbereitenden Arbeiten beginnen. Inzwischen wurde die vorhandene Kiesschicht entfernt und die Dachflächen für den weiteren Aufbau vorbereitet.
Als nächster Schritt werden die Dachflächen gereinigt und die Dachfolie auf mögliche Schäden überprüft. Erforderliche Reparaturen werden vom Dachdecker ausgeführt. Anschließend werden das notwendige Vlies sowie die Substrat- und Kiesschichten eingebracht, bevor die Begrünung der Dachflächen erfolgt.
Mit der Dachbegrünung entstehen zusätzliche Lebensräume für Pflanzen und Insekten. Gleichzeitig kann das Gründach Regenwasser speichern und dazu beitragen, die Aufheizung der Dachflächen an warmen Tagen zu reduzieren. Damit setzt die SFZ-Gruppe einen weiteren Baustein ihres Klimaanpassungskonzepts auf dem Gelände an der Flemmingstraße um.
Stand: 10.08.2026
Dach auf Haus 69 fertig begrünt
Ein wichtiger Baustein im ZUG-Projekt ist erreicht: Die Dachbegrünung auf Haus 69 wurde erfolgreich abgeschlossen. Die rund 1.100 Quadratmeter große Dachfläche ist inzwischen vollständig begrünt und wird sich in den kommenden Wochen weiter entwickeln. Das Gründach leistet einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung auf dem Gelände der SFZ-Gruppe. Es kann Niederschlagswasser speichern, die Aufheizung des Gebäudes an warmen Tagen reduzieren und zusätzliche Lebensräume für Pflanzen und Insekten schaffen. Damit unterstützt es einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und verbessert das lokale Mikroklima.
Ein Teil des Gerüsts am Gebäude bleibt vorerst bestehen, da die Pflanzen in der Anwuchsphase zusätzlich bewässert werden müssen. Somit kann sich die Vegetation wie vorgesehen entwickeln.
Feuerlöschteich wird zum Regenrückhaltebecken
Wasser speichern, Sicherheit erhalten
Im Rahmen des Klimaanpassungsprojekts wird der bestehende Feuerlöschteich auf dem Gelände der SFZ-Gruppe künftig zusätzlich als Regenrückhaltebecken genutzt. Damit erhält die Anlage eine weitere wichtige Funktion für den nachhaltigen Umgang mit Wasser.
Bei starken Niederschlägen kann überschüssiges Regenwasser künftig gezielt aufgenommen und vorübergehend gespeichert werden. So wird verhindert, dass große Wassermengen unmittelbar in die Entwässerungssysteme gelangen. Gleichzeitig bleibt das Wasser vor Ort verfügbar und trägt dazu bei, die Ressource Wasser nachhaltiger zu nutzen.
Die ursprüngliche Funktion des Teichs bleibt dabei vollständig erhalten. Auch weiterhin steht das gespeicherte Wasser im Bedarfsfall für den Brandschutz zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit auf dem Gelände.
Die Maßnahme verbindet Klimaanpassung und Sicherheit auf sinnvolle Weise: Wasser wird dort zurückgehalten, wo es anfällt, und kann sowohl bei Starkregenereignissen als auch im Notfall genutzt werden. Damit stärkt die SFZ-Gruppe ihre Vorsorge gegenüber den Folgen des Klimawandels und setzt einen weiteren Baustein ihres Klimaanpassungskonzepts um.
Planung läuft
Die Umsetzung befindet sich derzeit in der Planungsphase. Gemeinsam mit dem Planungsbüro HTK wurden erste Konzepte erarbeitet und die örtlichen Gegebenheiten bei einer Begehung des Geländes bewertet. Derzeit werden die technischen und baulichen Voraussetzungen für die Umgestaltung geprüft. Nach aktuellem Planungsstand ist der Beginn der Bauarbeiten für das vierte Quartal 2026 vorgesehen. Voraussetzung dafür sind vorbereitende Maßnahmen auf dem Gelände sowie die erforderlichen behördlichen Genehmigungen.
Bildergalerie Klimaanpassungsprojekt im Rahmen von ZUG
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Blick von oben auf das bald begrünte Dach von Haus 69 -
Planbesprechung mit Projektpartnern (links Bauleiter von der HTK, Mitte Herr Cyffka) -
Gerüst an der Werkstatt (Haus 69) für die Dachbauarbeiten -
Schritt 1: Folie als Grundlage auf dem Flachdach -
Aus einem Tanker wird mittels eines Rohres Erde auf das Dach befördert -
Schritt 2: Auf Folie folgt Vlies und dann Erde in Vorbereitung auf das Gründach -
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Fertig begrüntes Dach von Haus 69 zur Speicherung von Regenwasser und Verbesserung des Mikroklimas. -
Reaktivierte Historische Brunnenanlage -
Historischer Lageplan vom Gelände Flemmingstraße 8c aus dem Jahr 1958 -
Frisches Brunnenwasser zur Bewässerung von Bäumen und Wiese -
Brunnenwasser zur Bewässerung der Pflanzen nutzen -
Mit dem Stromaggregat wird das Wasser aus dem Brunnen befördert -
Tiefer Blick in einen Brunnen
Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.