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Wohnen im Stadtgebiet

Die Hälfte der Auszubildenden im BBW leben in betreuten (AWG) und selbstständigen Außenwohngruppen (SWG) im Chemnitzer Stadtgebiet Kaßberg. Die Bewohner/innen sind volljährig und vorwiegend Auszubildende des 1. – 3. Ausbildungsjahres, die eine grundlegende Selbstständigkeit in der Mobilität und in den Alltagsfertigkeiten erlangt haben. Das Angebot eines „Probewohnens“ besteht für alle Jugendlichen, die einen Umzug in eine Außenwohngruppe planen. 

Betreute Außenwohngruppen (AWG)

Das Berufsbildungswerk verfügt über drei Wohnhäuser im nahe gelegenen Stadtteil Kaßberg, die überwiegend für das betreute Außenwohnen (AWG) genutzt werden. Die Häuser befinden sich in einem Wohnumfeld mit intakter Infrastruktur und guter Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz.  

Den Bewohnern/innen stehen komfortabel sanierte und möblierte Dreiraumwohnungen mit Einzelzimmern zur Verfügung. Moderne und voll ausgestattete Küchen, Bäder sowie Klubräume und Lernzimmer werden von den Rehabilitanden gemeinsam genutzt. Jede Wohneinheit ist mit einem Balkon ausgestattet. Große Innenhöfe und Grünflächen laden zum Aufenthalt im Freien ein.  

Die Begleitung und Beratung der Jugendlichen bei der Bewältigung ihrer täglichen Anforderungen und die Entwicklung der Eigeninitiative in allen Lebensbereichen stehen an erster Stelle der Förderung. Die realitätsnahe Trennung von Wohnen und Arbeiten, die tägliche Wegebewältigung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Selbstversorgung und die eigenverantwortliche Organisation der Alltagspflichten sind hohe Herausforderungen und werden mit pädagogischer Unterstützung gelernt und geübt.


Selbstständige Außenwohngruppen (SWG)

Das Wohnen in selbstständigen Außenwohngruppen (SWG) wird in kleinen Mietwohnungen mit maximal vier Wohnplätzen angeboten. Die Wohnungen befinden sich ebenfalls im Stadtgebiet Kaßberg und sind auf mehrere Immobilien verteilt. Erstmalig entsteht für die Jugendlichen eine Wohnsituation, in der sie sich mit Nachbarn, Vermietern und Wohnungsgesellschaften arrangieren müssen. Sie schließen mit dem Berufsbildungswerk eine Nutzungsvereinbarung ab, in der ähnlich wie in einem Mietvertrag Normen und Regeln erstellt werden und eine „Kaution“ hinterlegt wird.  

Den Bewohnern stehen möblierte Einzelzimmer mit voll ausgestatteter Küche und einem gemeinsamen Bad zur Verfügung. In allen Zimmern wird ein Internetzugang ermöglicht. Die Wohnungen sind mit einem Balkon ausgestattet und eine gemeinschaftliche Nutzung der Innenhöfe und Gärten ist mit allen Mietern möglich.  

Die Jugendlichen müssen für diese Wohnform über ein hohes Maß an Mobilität und Selbstständigkeit verfügen. Es wird von ihnen erwartet, dass sie ihren Haushalt führen können, dass sie sich an Normen und Regeln halten und Konflikte lösen können.

Die Auszubildenden im 3. Ausbildungsjahr bereiten sich intensiv auf den Lebensabschnitt nach der Berufsausbildung vor. Im Rahmen von „Lebensgestaltung und Zukunft (LUZ)“ wird im Bereich Wohnen das Bewerbertraining und die Zukunftsplanung unterstützt. Die Schwerpunkte liegen im Verfassen von Bewerbungsschreiben, im Üben von Bewerbungsgesprächen, in der Outfit-Beratung und in der Wohnungs- und Jobsuche.


 

Mutter/Vater-Kind(er)-Wohnen und Familienwohnen

Mutter/Vater-Kind(er)-Wohnen und Familienwohnen ergänzt die differenzierten Wohnangebote im Internat/Wohnheim und entspricht den besonderen Bedürfnissen junger Menschen, die berufliche Bildungsmaßnahmen und Familienleben an einem Ort miteinander verbinden.  

Das Internat/Wohnheim stellt die erforderlichen Rahmenbedingungen während der Bildungsmaßnahme zur Verfügung und sichert den Maßnahmeerfolg und die Grundversorgung des/der Kindes/er. Somit kann eine Vereinbarung von Familie und Beruf auch für sinnesbehinderte Menschen gewährleistet werden.  

Die Unterbringung der jungen Familien erfolgt in einer Wohnung auf dem Gelände der Einrichtung und in zwei Wohnungen in eigener Immobilie auf dem Kaßberg. Es stehen jeweils zwei große, helle und modern eingerichtete Wohnräume zur Verfügung, die getrennt als Wohn-/ Arbeitsraum und Schlafzimmer genutzt werden können.  

Eine Grundausstattung für die Versorgung des/der Kind/er erfolgt durch die Einrichtung und wird zeitbefristet und mietfrei den Bewohnern zur Nutzung bereitgestellt. Zur Wohnung gehören weiterhin eine voll ausgestattete Küche, ein Balkon und ein geräumiges Bad mit Waschmaschine.  

Die Wohnbedingungen für Familien sind so gestaltet, dass ihre Privatsphäre gewahrt und das gemeinschaftliche Zusammensein gewährleistet werden kann. Eine gegenseitige Unterstützung bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben, Hilfen bei der Betreuung der Kinder und beim Lernen ist durch das unmittelbare Wohnumfeld im Internat/Wohnheim gegeben. Gemeinsame Freizeiten und Aktivitäten können mit und ohne Kinder gestaltet werden.  

Die erziehenden Mütter/Väter erhalten eine bedarfsgerechte Unterstützung in der persönlichen eigenverantwortlichen Lebensgestaltung. Die Unterstützung bei der Bewältigung der alltäglichen Haushaltsführung, der Finanzplanung, der Erarbeitung von Kompetenzen für die Kindererziehung und die Hilfen in Krisensituationen und bei Überlastung sind konkrete Leistungen des Internates/Heimes.

Ilona Thiele

Ilona Thiele

Leitung Internat und Wohnheim

Standort

Flemmingstraße 8 c - Haus 1
09116 Chemnitz
Tel. + 49 (0) 371 3344-360
Fax + 49 (0) 371 3344-394
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